Frankenpost 01.02.2010: Frühes Lernen hilft im Leben
Tag der offen Tür | Eltern und Kinder informieren sich über das Angebot der neu eröffneten Montessori-Vereinigung.
Münchberg - Was die stationäre Frühförderung betrifft, war Münchberg bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Jetzt ist diese Lücke geschlossen. Gleich zwei Einrichtungen bieten nun in der größten Stadt des Landkreises ihre Dienste an. Einen Tag nach der Eröffnung der Räume des Vereins Lebenshilfe weihte die Montessori-Vereinigung Hof, die hier schon seit einigen Wochen tätig ist, mit Ehrengästen und Kooperationspartnern ihre Förder- und Beratungsstelle in der Karlstraße ein.
Gerhard Schultes, Geschäftsführer der Montessori-Vereinigung Hof, sprach vom Beginn einer neuen Epoche. Es sei wichtig, dass junge Menschen durch rechtzeitige intensive Betreuung die Chance erhalten, ein normales Leben zu führen. Die Eltern müssen übrigens für die Frühförderung ihrer Kinder nichts bezahlen, da die anfallenden Kosten vom Bezirk und den Krankenkassen übernommen werden. Dies gilt auch für die der Prävention dienenden Kurse, die unabhängig von und zusätzlich zur Frühförderung angeboten werden.
Die Leiterin der Stelle, Jana Terton, nannte die Neugier als Schlüssel für gute Arbeit. Das Haus, so stellte sie fest, soll eine Wohlfühloase für die Mädchen und Jungen sein - und den Kleinen gefällt's. Sehr gut sei die Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindergärten.
Der stellvertretende Landrat Hannsjürgen Lommer betonte, durch die intensive Zuwendung werde den jungen Menschen nicht nur Sprache, sondern auch menschliche Wärme vermittelt. Dritter Bürgermeister Thomas Agel bezeichnete es als "tolle Geschichte für die Kommune", nun zwei Frühförderstellen zu haben.
Lotto-Bezirksstellenleiter Ulrich Krückel überreichte schließlich einen Scheck in Höhe von 4620 Euro von der staatlichen Lotterie Glücksspirale. Für diesen Betrag wurden Gegenstände für Spiel und Therapie angeschafft.
Dass Lebenshilfe und Montessori-Vereinigung zwar Mitbewerber, aber keine Konkurrenten sind, bewiesen die beiden Eröffnungsveranstaltungen. Die Verantwortlichen besuchten sich zu den Empfängen gegenseitig und stellten fest, dass es beiden Organisationen in erster Linie um die gute Sache und rechtzeitig einsetzende Hilfe geht.
Am Nachmittag konnten Kinder und ihre Eltern die Räume der Montessori-Vereinigung besichtigen und sich über die Arbeit dort informieren.
Werner Bußler

Was es in den Räumen der Montessori-Frühförderung alles zu entdecken gibt und wie es in den Präventionskursen zugehen kann, erlebten Kinder mit ihren Eltern am Tag der offenen Tür in der neuen Einrichtung. Hier sind Kinder gerade mit einem Angelspiel zugange.

Spendenübergabe, von links: Lottobezirksstellenleiter Ulrich Krückel, Geschäftsführer der Montessori-Vereinigung, Gerhard Schultes, Beratungsstellenleiterin Jana Terton, Dritter Bürgermeister Thomas Agel und stellvertretender Landrat Hannsjürgen Lommer.
Foto: wb
Dieser Artikel ist erschienen in der Frankenpost Münchberg Seite 14

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